chinesisches Schattenboxen

„Wo das Herz ist, sind die Gedanken,  wo die Gedanken sind, ist die Energie, wo die Energie ist, kommen Kraft und Stärke.“

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Taichi oder chinesisches Schattenboxen

ist eine im Kaiserreich China entwickelte Kampfkunst, die heutzutage von mehreren
Millionen Menschen weltweit praktiziert wird und damit zu den am häufigsten
geübten Kampfkünsten zählt. In China ist es ein Volkssport. Ursprünglich ist
Taijiquan eine sogenannte innere Kampfkunst für den bewaffneten oder
unbewaffneten Nahkampf.

Heute wird es oft als System der Bewegungslehre oder der Gymnastik betrachtet, das der Gesundheit, der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dient. Im Zentrum des Übens stehen meistens eine oder mehrere sogenannte Formen, fließend ineinander übergehende Bewegungen. Eine Form setzt sich aus mehreren „Bildern“ zusammen, die in ihrer Abfolge festgelegt sind. Die Bilder tragen sehr unterschiedliche Namen, beispielsweise „Fersenkick rechts“,  „einfache Peitsche“  oder „Der weiße Kranich breitet seine Flügel aus“.

Methode und Anwendung

In meinem Taichi-Unterricht kommt es mir darauf an, von Anfang an sehr genau und in die Tiefe zu arbeiten. Wichtig ist es mir zunächst einmal die Bedeutung des Atems zu erkennen und die Grundelemente des Taichi kennen zu lernen. Darauf aufbauend üben wir dann die Formen des Taichi. Dabei geht es mir weniger um die konkrete Anwendung im Sinne einer Kampfkunst, sondern vielmehr um den Fluss des Chi, der universellen Lebensenergie. Taichi kann so auch heilen und betrifft den ganzen Körper. Mir selbst hilft es immer sehr gegen Rückenschmerzen, die bei regelmäßigem Training völlig verschwinden.

Schon als Kind haben mich Kampfkünste fasziniert. Dabei war ich nie der Typ, dem es darum ging sich im Kampf mit anderen zu messen. Vielmehr sind es die Ideen und die mentale und physische Basis des Übens, die mich begeistern. Taichi ist für mich der perfekte Weg, um Energie zu sammeln, mein Selbst zu entwickeln und an immer neuen Herausforderungen zu wachsen. Seit rund 8 Jahren übe ich intensiv Taichi und setze mich mit den Ursprüngen, verschiedenen Ausführungen und Übungsformen auseinander. In erster Linie praktiziere ich dabei den Yang-Stil, seit einiger Zeit übe ich aber auch den Wu-Stil. Regelmäßig trainiere ich bei meinem Lehrer Lüder Suiling und besuche darüber hinaus Seminare der Großmeister Yang Zhen He und Li Suiyin.